DIN938 Stehbolzen: Gewindelänge, Spezifikation und Anwendungsleitfaden
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DIN938 Stehbolzen: Gewindelänge, Spezifikation und Anwendungsleitfaden

Aufrufe: 0     Autor: TOPBOLT-Technikteam Veröffentlichungszeit: 13.08.2026 Herkunft: Website

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1. Einführung

Der DIN938-Stehbolzen ist ein doppelseitiges Gewindebefestigungselement, das häufig bei der mechanischen Montage, bei Rohrleitungsflanschen und bei der Befestigung von Gerätebasen verwendet wird. Als einer der am häufigsten spezifizierten deutschen Standard-Stehbolzen verfügt DIN938 über die gleiche Gewindelänge an beiden Enden und einen glatten Schaft in der Mitte, was ihn ideal für Anwendungen macht, bei denen ein Ende in ein Gewindeloch eingeschraubt wird und das andere Ende eine Mutter erhält.

NINGBO TOPBOLT METALWORKS CO., LTD liefert Stehbolzen aus Kohlenstoffstahl DIN938 im gesamten Größenbereich von M6 bis M52, mit mehreren Festigkeitsklassen und Oberflächenbehandlungen, die den unterschiedlichen industriellen Anforderungen gerecht werden.

2. Was ist ein DIN938-Stehbolzen?

2.1 Standarddefinition

DIN938 ist die deutsche Norm für „Stehbolzen mit gleicher Gewindelänge an beiden Enden – Produktklasse B“. Die Norm definiert die Maßtoleranzen, die Gewindelängenformel, die Materialanforderungen und die Kennzeichnungsregeln für diese Art von Verbindungselementen.

Das Hauptmerkmal von DIN938 besteht darin, dass beide Gewindeenden die gleiche Nennlänge haben, berechnet als b = 2d (wobei d der Nenngewindedurchmesser ist). Dies unterscheidet es von DIN939 und DIN940, die unterschiedliche Gewindelängenverhältnisse haben.

2.2 Strukturmerkmale

  • Beide Enden mit gleichem Gewinde (b = 2d)

  • Glatter Schaft ohne Gewinde im Mittelteil

  • Kein Schraubenkopf – wird nur an einem Ende mit einer Mutter festgezogen

  • Metrisches Grobgewinde als Standard (Feingewinde auf Anfrage erhältlich)

  • Produktklasse B für allgemeine industrielle Anwendungen

3. DIN938-Maß- und Gewindelängenspezifikation

3.1 Größenbereich und Standardlängen

DIN938-Stehbolzen sind in Nenndurchmessern von M6 bis M52 erhältlich, wobei die Standard-Nennlängen je nach Durchmesser zwischen 30 mm und 500 mm liegen. In der folgenden Tabelle sind gängige Größen und die entsprechenden Gewindelängen aufgeführt.

Nenndurchmesser (d)

Gewindelänge an beiden Enden (b = 2d)

Standardlängenbereich (l)

Typische Anwendung

M6

12mm

30–80 mm

Kleingeräte, Schaltschränke

M8

16mm

40–120 mm

Allgemeine Maschinen, Rohrschellen

M10

20mm

50–160 mm

Automobil, Leichtindustrie

M12

24mm

60–200 mm

Flanschverbindungen, Gerätesockel

M16

32mm

80–250 mm

Rohrleitungsflansche, Strukturverbindungen

M20

40mm

100–300 mm

Schwere Maschinen, Druckbehälter

M24

48mm

120–400 mm

Große Flansche, Industrieanlagen

M30

60mm

150–500 mm

Schwere Struktur, Turbinengehäuse

M36

72mm

200–500 mm

Große Druckbehälter, Stahlkonstruktionen

M42–M52

84–104 mm

250–500 mm

Schwerindustrie, Stromerzeugung

3.2 Berechnungsregel für die Gewindelänge

Für DIN938 folgt die Gewindelänge an jedem Ende der Formel b = 2d . Zum Beispiel:

  • Stehbolzen M12 → Gewindelänge an jedem Ende = 2 × 12 = 24 mm

  • Stehbolzen M20 → Gewindelänge an jedem Ende = 2 × 20 = 40 mm

  • Stehbolzen M24 → Gewindelänge an jedem Ende = 2 × 24 = 48 mm

Diese Konstruktion mit gleicher Länge gewährleistet einen ausreichenden Gewindeeingriff sowohl auf der Gewindelochseite als auch auf der Mutternseite und sorgt so für eine ausgeglichene Klemmkraft unter Standardmontagebedingungen.

4. DIN938 vs. DIN939 vs. DIN940: Hauptunterschiede

Obwohl es sich bei allen drei um deutsche Standardstehbolzen handelt, unterscheiden sie sich vor allem durch das Gewindelängenverhältnis zwischen den beiden Enden. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft, falsche Spezifikationen bei der Beschaffung zu vermeiden.

Standard

Gewindeende 1 (in Loch geschraubt)

Gewindeende 2 (Mutterseite)

Designtyp

Primärer Anwendungsfall

DIN938

b = 2d

b = 2d (gleich)

An beiden Enden den gleichen Faden einfädeln

Allgemeine Verwendung, Standard-Gewindelöcher

DIN939

b = 1,5d (kürzer)

b = 2d (länger)

Ungleich – kurzes Ende für Loch

Dünnwandige Bauteile, flache Gewindelöcher

DIN940

b = 1,25d (kürzeste)

b = 2d (länger)

Ungleich – sehr kurzes Lochende

Sehr dünne Flansche, begrenzte Gewindetiefe

Fazit: DIN938 ist die vielseitigste und am weitesten verbreitete Option. Wählen Sie DIN939 oder DIN940 nur, wenn die Gewindebohrung eine begrenzte Tiefe hat und nicht den vollständigen 2D-Gewindeeingriff von DIN938 aufnehmen kann.

5. Optionen für Material- und Festigkeitsklassen

DIN938-Stehbolzen werden üblicherweise aus Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl hergestellt, wobei die Festigkeitsklassen auf der Grundlage der Anwendungsbelastung und der Umgebungsbedingungen ausgewählt werden.

Stärkegrad

Typisches Material

Zugfestigkeit (min.)

Streckgrenze (min.)

Allgemeine Anwendungen

4.8

Kohlenstoffarmer Stahl (C1010/C1015)

400 MPa

320 MPa

Leichte Montage, unkritische Verbindungen

8.8

Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt (C35/C45, vergütet)

800 MPa

640 MPa

Allgemeiner Maschinenbau, Standardflansche

10.9

Legierter Stahl (42CrMoA, vergütet)

1000 MPa

900 MPa

Schwere Maschinen, hochbelastete Gelenke

12.9

Legierter Stahl (42CrMoA / 35CrMoA)

1200 MPa

1080 MPa

Ultrahohe Belastung, kritische Struktur

6. Häufige Anwendungen von DIN938-Stehbolzen

DIN938-Stehbolzen werden in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt, in denen ein Schraubenkopf nicht praktikabel ist oder eine Demontage nur von einer Seite erforderlich ist:

  • Rohrleitungsflansche: Ein Ende in den Flanschkörper eingeschraubt, das andere Ende mit Mutter und Dichtung festgeklemmt

  • Befestigung des Gerätesockels: Wird in Gewindelöcher im Maschinensockel oder in Betoneinbettungsplatten geschraubt

  • Druckbehälterabdeckungen: Stehbolzen fest im Behälterkörper installiert, Muttern für Wartungszugang entfernt

  • Komponenten für Automobilmotoren: Zylinderkopfbolzen, Auspuffkrümmerbolzen

  • Baustahlverbindungen: Wo eine durchgehende Verschraubung aufgrund von Zugangsbeschränkungen nicht möglich ist

  • Ventil- und Pumpenbaugruppen: Verbindungen zwischen Gehäuse und Motorhaube, die eine wiederholte Demontage erfordern

7. Installationshinweise und Best Practices

7.1 Gewindeeingriffstiefe

Beim Einschrauben von DIN938 in ein Gewindeloch auf ausreichenden Gewindeeingriff für das Grundmaterial achten:

  • Stahlbasismaterial: mindestens 1d-Eingriff (z. B. M16 → mindestens 16 mm)

  • Grundmaterial aus Gusseisen: mindestens 1,5d Eingriff

  • Aluminium-Basismaterial: mindestens 2D-Eingriff

Da DIN938 an jedem Ende eine 2d-Gewindelänge bietet, erfüllt es im Allgemeinen problemlos die Eingriffsanforderungen für Stahl und Gusseisen.

7.2 Drehmomentanwendung

Wenden Sie das Drehmoment nur auf die Mutterseite an, niemals auf den Bolzen selbst. Ein zu festes Anziehen des Bolzens im Gewindeloch kann zum Abfressen des Gewindes oder zum Abisolieren des Innengewindes führen. Verwenden Sie einen kalibrierten Drehmomentschlüssel und befolgen Sie die empfohlenen Drehmomentwerte für die jeweilige Festigkeitsklasse und den Schmierungszustand.

7.3 Anti-Seize-Mittel

Tragen Sie bei Stehbolzen aus Edelstahl oder hochfestem legiertem Stahl vor dem Einbau ein geeignetes Anti-Seize-Mittel auf die Gewinde auf, um ein Festfressen zu verhindern und die zukünftige Demontage zu erleichtern. Dies ist besonders wichtig in Umgebungen mit hohen Temperaturen oder Korrosion.

8. Optionen zur Oberflächenbehandlung

Oberflächenbehandlung

Korrosionsbeständigkeit

Typischer Salznebel

Geeignete Umgebung

Einfaches / schwarzes Öl

Niedrig

Trockene, kurzfristige Lagerung im Innenbereich

Schwarzes Oxid

Niedrig

Innenliegende, geschmierte Baugruppen

Verzinkt (Blau/Weiß)

Medium

48–120 Stunden

Allgemein drinnen, mild draußen

Verzinkt (Gelb)

Mittelhoch

120–240 Stunden

Im Freien, mäßige Luftfeuchtigkeit

Feuerverzinkt

Hoch

500+ Stunden

Im Freien, korrosiv, an der Küste

Dacromet / Geomet

Sehr hoch

500–1000+ Stunden

Starke Korrosion, Automobil

9. Häufig gestellte Fragen

F1: Können DIN938-Stehbolzen für Flanschverbindungen verwendet werden?

Ja. DIN938 wird üblicherweise für Standardflanschverbindungen verwendet, bei denen der Flanschkörper über Gewindelöcher verfügt. Für Flansche mit Durchgangsbohrung sind Durchgangsbolzen oder Vollgewindebolzen möglicherweise besser geeignet.

F2: Was ist der Unterschied zwischen DIN938 und einer Vollgewindestange (DIN975)?

DIN938 hat einen glatten Schaft ohne Gewinde in der Mitte mit Gewindeabschnitten nur an beiden Enden (jeweils b=2d). DIN975 ist über die gesamte Länge vollständig mit Gewinde versehen. DIN938 bietet eine bessere Scherfestigkeit im Schaftbereich, während DIN975 eine einstellbare Mutternpositionierung bietet.

F3: Kann ich die Länge von DIN938-Stehbolzen anpassen?

Ja. NINGBO TOPBOLT METALWORKS CO., LTD bietet DIN938-Stehbolzen in Sonderlängen im Größenbereich M6–M52 an. Kundenspezifische Längen, nicht standardmäßige Gewindeverhältnisse und Sondermaterialien können nach Kundenzeichnungen oder -spezifikationen hergestellt werden.

F4: Welche Festigkeitsklasse sollte ich für Hochtemperatur-Rohrleitungsflansche wählen?

Für Hochtemperaturanwendungen (über 200 °C) wird die Güteklasse 8,8 oder höher mit legiertem Stahlmaterial (z. B. 35CrMoA oder 42CrMoA) empfohlen. Überprüfen Sie immer die Materialtemperaturbewertung anhand der spezifischen Betriebsbedingungen.

F5: Wie verhindere ich, dass sich Stehbolzen aufgrund von Vibrationen lösen?

Verwenden Sie für vibrierende Umgebungen Sicherungsmuttern (DIN985-Nyloneinsatz oder DIN6923-Flanschmutter), Federscheiben oder Schraubensicherungskleber auf der Mutterseite. Stellen Sie sicher, dass der Bolzen fest im Gewindeloch sitzt, bevor Sie die Mutter anbringen.

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